Visum fürs Auslandstudium

Wann brauchst du ein Visum und was musst du bei der Übersetzung deines Antrags beachten?

Auslandstudium

Ein Auslandstudium muss gut organisiert werden – hier findest du wertvolle Tipps, wie du erfolgreich ein Visum beantragst und warum du auf eine beglaubigte Übersetzung deiner Dokumente nicht verzichten kannst.

Ein Studium im Ausland kann eine grosse Bereicherung sein. Willst auch du ein oder mehrere Semester im Ausland studieren, in eine fremde Kultur eintauchen und deinen Horizont erweitern? Wenn du mit dem Gedanken spielst, dich für eine ausländische Universität zu bewerben, dann solltest du dich gleichzeitig auch mit dem Thema Studentenvisum auseinandersetzen.

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Visumpflicht – ja oder nein

Für Aufenthalte von weniger als drei Monaten besteht für Schweizer in den meisten EU/EFTA-Staaten dank dem Personenfreizügigkeitsabkommen keine Meldepflicht. Doch auch für kürzere Auslandstudien ist es wichtig, dass du dich im Voraus bei den Einwohnerbehörden bezüglich den gültigen Meldevorschriften informierst, damit es bei der Einreise garantiert zu keinen bürokratischen Problemen kommt.

Wer für längere Zeit im Ausland oder ausserhalb der EU/EFTA studieren möchte, braucht hingegen meist ein Visum. Ob das auf dich zutrifft, ist von den Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen deines gewählten Gastlandes abhängig.

Für einen erfolgreichen Visumantrag müssen diverse Unterlagen eingereicht und mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Als Schweizer Staatsangehöriger brauchst du gemäss dem EDA (Eidgenössisches Amt für auswertige Angelegenheiten) — für eine Aufenthaltserlaubnis von bis zu zwölf Monaten für ein Studium in einem EU/EFTA-Staat folgendes:

  • eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Pass
  • die Einschreibebestätigung einer anerkannten Universität im Gastland
  • ein vom Gastland anerkannter Kranken- und Unfallversicherungsschutz
  • einen Nachweis über genügende finanzielle Mittel für die Zeit des Studienaufenthalts

Für ein Auslandstudium ausserhalb der EU/EFTA müssen in der Regel zusätzlich folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Es muss der Wille zur Absolvierung eines Hochschulstudiums oder einer anderen höheren Ausbildung vorhanden sein,
  • das Studienprogramm muss festgelegt sein und
  • es bedarf einer schriftlichen Bestätigung der Schulleitung, welche bezeugt, dass die Person das Studium aufnehmen kann und über die für den Unterricht erforderlichen Kenntnisse verfügt.

In beiden Fällen kann jährlich ein Gesuch zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis gestellt werden (diese wird aber jeweils höchstens für die verbleibende Zeit der Ausbildung genehmigt).

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Wie viel Zeit du für deinen Visumantrag einplanen musst

Die Beantragung eines Visums nimmt oft viel Zeit in Anspruch. Nicht nur das Zusammenstellen aller benötigten Dokumente, die von der Botschaft für den Visaantrag verlangt werden, dauert oft länger als erwartet. Von der Bewerbung bis zur Bewilligung des Visums verstreichen oftmals bis zu zwei Monate. Bei einigen Botschaften musst du zudem mit langen Wartezeiten für einen Termin rechnen.

Entsprechend solltest du dieses Unterfangen frühzeitig anpacken und dich rechtzeitig informieren. Am besten beginnst du bereits 6 Monate vor Semesterstart, dich mit dem Thema Visum-Bewerbung auseinanderzusetzen. So kannst du eine allfällige Verzögerung des Studienbeginns und damit verbundene Enttäuschungen vermeiden.

Erste Schritte zum Visum

Deine Gastuniversität wird dich dabei unterstützen, die Einreiseformalitäten korrekt zu erledigen und so die grösste formale Hürde vor dem Start deines Auslandstudiums ohne Komplikationen zu überwinden. Sobald du an einer ausländischen Universität zugelassen wirst, erhältst du vom entsprechenden Bildungsinstitut die erforderlichen Formulare, die du ausfüllen und für die Beantragung deines Studentenvisums der Botschaft vorlegen musst.

Erkundige dich bei der Botschaft des künftigen Studienlandes über die gültigen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen und kläre ab, welche weiteren Dokumente für den Visumantrag benötigt werden. Dann solltest du auch gleich einen Termin bei der der zuständigen Auslandvertretung vereinbaren und sicherstellen, dass du alle erforderlichen Dokumente zur Hand hast. 

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Beglaubigte Übersetzungen sind das A und O

Es ist nicht nur wichtig, dass du alle Unterlagen korrekt ausfüllst und vollständig vorlegst. Die Dokumente müssen zudem zwangsläufig in der Muttersprache und in der von der Botschaft verlangten Sprache zur Verfügung gestellt werden. Die Übersetzungen des Antragsformulars und aller anderen erforderlichen Dokumente für den Visumantrag solltest du dabei auf keinen Fall selbst erstellen – egal wie sattelfest du in der vom Amt anerkannten Fremdsprache bist.

Übersetzungen müssen immer beglaubigt sein da sie sonst keinen offiziellen Charakter haben und amtlich nicht anerkannt werden. Die Dokumente müssen also unbedingt professionell von zertifizierten Übersetzern übersetzt werden.

Stelle sicher, dass deine Unterlagen vom Gastland anerkannt werden

Jedes Land hat eigene Richtlinien bezüglich der Beglaubigung und Übersetzung von Dokumenten. Während in einem Land ein Stempel mit einer beglaubigten Unterschrift (eine sogenannte notarielle Unterschriftenbeglaubigung) ausreicht, verlangen andere Länder (beispielsweise die USA) zusätzlich eine Apostille. Eine Apostille ist eine Beglaubigung durch eine kantonale Staatskanzlei in der Schweiz – also sozusagen eine Beglaubigung der Beglaubigung. Gute Übersetzer holen falls notwendig die Apostille zur beglaubigten Übersetzung direkt für dich ein.

Man muss was die Übersetzung betrifft somit ganz genau wissen, welche Regeln zur Anerkennung der Dokumente im Gastland gelten. Auch deshalb lohnt es sich, einen Übersetzer zu beauftragen, der sich mit den verschiedenen Bestimmungen auskennt und bestenfalls sogar eng mit den ausländischen Konsulaten zusammenarbeitet.

Falsch oder nicht beglaubigte Übersetzungen können viel Ärger mit sich bringen und zur Ablehnung des Visumgesuchs führen. Professionell beglaubigte Übersetzungen sind somit für eine garantierte Anerkennung der Dokumente und einen erfolgreichen Visumantrag unverzichtbar.

Wenn du deinen Traum vom Auslandstudium erfüllen und schon bald eine neue Hochschulumgebung erkunden willst, dann lohnt es sich auf jeden Fall, wenn du dich frühzeitig mit der Planung der Einreisebestimmungen auseinandersetzt. Stelle deine Dokumente frühzeitig zusammen und gib die beglaubigten Übersetzungen deiner Unterlagen so zeitnah wie möglich in Auftrag. Nur so kannst du sicherstellen, dass dem Abenteuer Auslandstudium schon bald nichts mehr im Weg steht – und du ganz bestimmt rechtzeitig zum Semesterbeginn im Hörsaal deiner Gastuniversität sitzt.

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